Architektur, Lifestyle

Laufen lernen

Hallo da!

Ich habe ja vor ein paar Tagen schon geschrieben, dass ich diesen Blog zurück ins Leben rufen möchte. Wer meinen letzten Beitrag gelesen hat, weiß dass ich im Moment int Mexiko bin. Wie ich da gelandet bin, ist eine lange Geschichte und darum soll es heute auch gar nicht gehen. Heute soll es um ein Thema gehen, dass ich im letzten Beitrag nur beiläufig erwähnt habe. Und das ist: Die Selbstständigkeit, das Freelancing, kurz die Arbeit.

Es hat 5 1/2 Jahre Architekturstudium gekostet um dort anzukommen, wo ich mich jetzt gerade wiederfinde. Noch viel länger hat es gebraucht um raus zu finden, wohin mich denn mein Leben eigentlich führen soll und auch das ist irgendwie noch so gar nicht abgeschlossen. Ich habe nach wie vor wenig Idee wohin die Reise geht- ich habe nur Träume, Visionen und Wünsche. Und meistens, glaube ich zumindest, ist das schon genug. Trotz allem ist Träumen doch auch eine Art des planens, oder?

Ich habe also raus gefunden, dass die klassische Architektur, die ich an der Uni studiert habe, nicht wirklich ist was ich will. Die deutschen Normen, Regeln und Beschränkungen fühlen sich, neben aller Sicherheit die sie auch bieten, manchmal an wie ein Gefängnis dass die Zweige und Triebe meine Kreativität stutzt sobald sie zu sprießen beginnen. Vielleicht ist es hier genau die Kunst denn Spross der Inspiration genau so zu lenken, dass er sich um die Gitterstäbe der Gesetzte herum schlängelt und so trotzdem irgendwann das Licht erreicht. Gerade im Moment scheint mir diese Kunst so fern wie der Mond zu sein, aber es gibt auch Dinge die noch viel weiter weg sind. Vielleicht lerne ich das ja irgendwann noch. Auch habe ich heraus gefunden, dass ich nicht allzu lange an einem Ort bleiben kann ohne mich zu langweilen oder Fernweh zu haben. Der Winter macht mich müde und depressiv, auch wenn ich die verkuschelten Weihnachtstage mit meiner Familie liebe. Die Besinnlichkeit der Dunkelheit und die aufregenden Wechsel der Jahreszeiten, wenn es langsam wieder Frühling wird. Trotzdem – die heißen Tage in den Tropen, die warmen Wellen des Pazifiks, das Surfwachs unter den Fingernägeln und der feine Sand auf der nassen Haut, Salz im Haar und Sonne im Gesicht, fremde Gesichter, fremde Sprachen, fremde Kulturen und eine Menge Abenteuer, das ist, was mich gerade ruft.

Ich weiß also schon mal grob, was ich zwecks Lebensumstände nicht möchte, und etwas genauer, was ich möchte. Ist ja schon mal ein Anfang. Allerdings wird es jetzt wesentlich komplizierter: Womit bitte finanziert man das?

Ich hab also Architektur studiert und gemerkt dass mir Design, Kunst und Kreation sehr liegt, der Rest darum aber nicht allzu sehr. Kunst, Farbe und Kreativität ist es also. Auch alles, was mit Webdesign zu tun hat finde ich super spannend. Bald werde Zusätzlich dazu weiß ich, dass ich eines mit voller Leidenschaft tue: Schreiben! Ich liebe Schreiben, ich liebe Worte, ich liebe die vielschichtigen Gemälde die ich mit meinen Worten malen und die bunten Fäden einer Geschichte, die verknüpft und auch wieder gelöst werden können ganz wie es mir gefällt. Auch habe ich, muss ich ehrlich zugeben, eine Schwäche: Instagram. Die Bilder, das Posten, die Interaktion – ganz meins.

Diese drei Dinge verwebe ich jetzt also zu einem Business, melde es in Deutschland an, verbinde mich mit alten und mit neuen Kontakten, investiere viel Zeit in Freelancing Plattformen, ziehe ein paar Aufträge an Land und mach mich auf nach Mexiko. Sparchitecture heißt mein Baby – Construction, Design und Services. Ich biete architecture, design, graphic art, content creation und social media management an. Das ist ein bunter Mix und soll heißen: Ich Design dein Ideen, seit Haus, Flyer oder Graphik, kümmere mich um dein social media und vermarkte deinen content, vom Service bis zum Produkt. Bis zu einem gewissen Punkt funktioniert dass alles auch ganz gut, allerdings hat meine Arbeit viel mit dem fertigen Endprodukt zu tun, das in Sachen Grafik Design oft ein auf Papier gedruckter Flyer, Visitenkarte oder Logo ist. Hier stellt sich meine hauptsächlich online stattfindende Arbeit meiner Vision in den Weg. Wo kriege ich bitte eine Druckerei her, die mir die Dinger anständig und zuverlässig druckt und meinen Kunden bis vor die Bürotüre liefert. Mit der Hilfe von Kraichgau habe ich hier zumindest schon mal ein Problem aus dem Weg räumen können aber es gibt so viel mehr wo ich jetzt, eingebildete Akademikerin die ich bin, merke, dass ich eigentlich nix kann.

Dass der erste Schritt noch lange nicht heißt, dass ich laufen kann. Dass ich jetzt, wo ich auf eigenen Füßen stehe, erst mal nur stehe. Dass ich jetzt, wo ich die lang ersehnte Mission angegangen, meinen Rucksack gepackt und mich auf den Weg gemacht habe merke, dass ich lernen muss. Immer wieder fallen, immer wieder aufstehen bis ich irgendwann einen Fuß vor den anderen setzten kann. Ich muss laufen lernen, Schritt für Schritt.

—- Um mich und mein Projekt voran zu treiben, enthält dieser Artikel externe Links und Produktplatzierungen

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